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Playstation, Xbox, Nintendo: So findet ihr die beste Konsole

Ihr wollt eine Konsole für euch oder als Geschenk kaufen? In unserer Kaufberatung geben wir euch einen Überblick über die aktuellen Modelle der Marktführer Sony, Microsoft und Nintendo. Außerdem werfen wir einen Blick auf Valves Steam Deck, das versucht, die Vorteile von PC und Konsole miteinander zu kombinieren.

Welche Konsolen gibt es?

Die drei größten Hersteller von Spielkonsolen sind Nintendo, Sony und Microsoft. Während letztere mit der Playstation 5 und der Xbox Series X|S zwei aktuelle Geräte auf dem Markt haben, warten Fans von Nintendo derzeit noch auf einen Nachfolger der beliebten Nintendo Switch, die 2024 am Ende ihrer Lebenszeit steht. Derzeit gibt es allerdings noch keine konkreten Informationen zu einer neuen Konsole des Unternehmens. Mit einem Release wird erst 2025 gerechnet.

Relativ neu auf dem Konsolenmarkt gibt es außerdem noch das Steam Deck von Valve. Steam ist ursprünglich eine PC-Gaming-Plattform, mit der ihr Spiele kaufen und herunterladen könnt. Mit dem Deck ist es möglich, die dort erworbenen Titel nun ähnlich der Switch auch im Handheld-Modus zu zocken.

Gaming-PC oder Konsole?

Beim Stichwort PC-Gaming sind wir auch gleich bei der Frage: Rentiert sich eine Konsole für mich überhaupt, oder bin ich mit einem Gaming-PC vielleicht besser beraten?

Auch wenn Gaming-PCs immer noch der Ruf anhaftet, teuer, kompliziert und problembehaftet zu sein, kann sich die Anschaffung auch als echter Segen für Geldbeutel und Stresslevel erweisen.

Ja, die Anschaffung eines ordentlichen Gaming-PCs kann ins Geld gehen und ja, es ist nicht immer gewährleistet, dass jede Software komplett fehlerfrei auf jedem möglichen Rechner läuft. Aber: Die allermeisten Spiele, insbesondere aktuelle Releases, sind problemlos mit jedem Gerät spielbar, das die Mindest-Hardwareanforderungen erfüllt. Und selbst wenn es auf eurem System einmal Probleme geben sollte, ist die Lösung meist nur eine Google-Suche entfernt. Funktioniert ein Spiel hingegen auf euer Konsole nicht richtig, müsst ihr darauf warten, dass der Hersteller das Problem behebt oder, sollte der Fehler an eurem Gerät bestehen, die gesamte Konsole zur Reparatur einschicken.

Wer nicht mitten im Wohnzimmer, sondern eher zurückgezogen am Schreibtisch oder im eigenen Büro zockt, profitiert zudem von der Flexibilität des PCs. Gaming-PCs mit starker Grafikkarte, hohem Arbeitsspeicher und viel Platz auf der Festplatte haben nicht nur mehr Leistung zum Darstellen von Spielen. Sie eignen sich auch hervorragend für andere Tätigkeiten, wie z.B. Videoschnitt oder Bildbearbeitung. Außerdem könnt ihr mit dem PC, wie mit einer Konsole auch, Filme und Serien streamen oder mit einem Blu-ray-Laufwerk abspielen. Als Multimedia-Station eignen sich also beide Geräte.

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Weitere Vorteile sind die insgesamt größere Auswahl von Videospielen und die Möglichkeit, sowohl mit Maus und Tastatur als auch mit Gamepad spielen zu können. Spiele sind außerdem auf dem PC meist günstiger und nach Release auch deutlich schneller reduziert. Und ihr müsst für Internetfunktionalität z.B. für Online-Multiplayer-Spiele nicht extra ein Abonnement abschließen, wie es bei Konsolen mittlerweile üblich ist.

Auf der anderen Seite stimmt es aber natürlich, dass Konsolen für Leute, die einfach nur Spiele zocken wollen, äußerst bequem sind. Es müssen keine Einstellungen vorgenommen werden. Spiele können direkt übers Hauptmenü aufgerufen werden. Wo irgendwas gespeichert wird, kann euch ebenso wenig interessieren wie, was in dem Teil eigentlich verbaut ist. Haltet ihr ein Produkt für eure Konsole in der Hand, läuft das auch auf eurer Konsole.

Für Vielzocker, die sich gerne auf der Couch vor dem Fernseher breitmachen, ist eine Konsole eine gute Wahl. Gefällt euch hingegen die Vorstellung, eurer Gerät nicht mit der nächsten Konsolengeneration ersetzen zu müssen, sondern es einfach zu upgraden, wenn die Leistung nicht mehr ausreicht, ist ein PC vielleicht die bessere Idee.

Allein die Möglichkeit, Spiele aus sämtlichen Jahrzehnten auf dem gleichen Gerät spielen zu können, ist verlockend. Und so, trotz teilweiser Kompatibilität mit früheren Generationen, mit einer Konsole einfach nicht gegeben. Außerdem bringen Microsoft und Sony ihre exklusiven Spiele mittlerweile häufig auch für den PC heraus. Ihr hättet also das Beste aus beiden Welten plus zahlreiche PC-exklusive Titel obendrauf.

Ohne Vorerfahrung oder Recherche kann man beim Kauf und Zusammenstellen des eigenen Rechners aber auch einiges falsch machen. Wer sich nicht mit den einzelnen Teilen und ihren Funktionen beschäftigen will oder ein Spielgerät als Geschenk braucht, sollte also lieber zu einer Konsole greifen.

Welche Konsole ist die richtige für mich?

Habt ihr euch dazu entschieden, eine Spielkonsole zu kaufen, stellt sich natürlich noch die Frage, welche es denn letztendlich sein soll. Alle Geräte haben verschiedene Technik verbaut, zumindest die Konsolen von Microsoft und Sony befinden sich aber in etwa auf dem gleichen Leistungsstand. Bei der Xbox Series S, einer abgespeckten Variante von Microsofts Xbox Series X, müssen allerdings einige Abstriche gemacht werden. Von allen verfügbaren aktuellen Konsolen ist aber nur die Nintendo Switch wahrhaft veraltet, was Leistung und Darstellung angeht. Dafür hat die Konsole aber auch einige besondere Vorteile. Wir stellen euch die verschiedenen Optionen kurz vor.

Playstation 5

Spielebibliothek

Sonys Konsole punktet vor allem durch ihre hervorragenden Exklusivtitel. Spiele wie God of War, The Last of Us, Ghost of Tsushima oder das noch für die PS4 erschienene Bloodborne sind gefeierte Blockbuster, die es auf den anderen Konsolen nicht gibt. Vor allem Singleplayer kommen bei Sonys Eigenproduktionen voll auf ihre Kosten. Hinsichtlich der schieren Qualität und Fülle an eigens produzierten Spielen kann Microsoft nicht mit dem Angebot von Sony mithalten. 

Überblick & Varianten

Die PS5 kommt in zwei verschiedenen Varianten daher. Einmal als klassische Spielkonsole und einmal als Digital Edition ohne Laufwerk. Wer die Konsole als Blu-ray-Player verwenden möchte, sollte in jedem Fall zur normalen Variante greifen. Diese kann Datenträger in UHD-Qualität abspielen. Abgesehen davon sind die beiden Versionen identisch. Eine Pro-Variante mit besseren technischen Werten ist angeblich in Entwicklung, wurde jedoch noch nicht offiziell enthüllt.

Lest ihr irgendwo den Begriff PS5 Slim, bezieht sich das auf die aktuell gängige Variante der Playstation 5, die Ende 2023 eingeführt wurde. Ältere Geräte hatten noch mehr Gewicht und eine kleinere Festplatte verbaut.

Seitdem bietet die PS5 standardmäßig 1 TB an Speicherplatz, von dem allerdings rund 170 GB bereits mit Systemdaten belegt sind. Wer mehr Raum für Spiele benötigt, muss sich Speicher dazukaufen. Da PS5-Spiele nicht von einer externen USB-Festplatte gestartet werden können, gibt es von Sony eine Anleitung, wie ihr eine weitere SSD-Festplatte in eure Konsole einbaut. Diese kann dann ganz normal für Spiele genutzt werden. Nur Speicherstände werden immer auf der Original-PS5-Platte gespeichert. Wer immer nur wenige Spiele gleichzeitig installiert haben muss, kommt aber auch mit dem bereits verbauten Speicherplatz aus.

PlayStation®5 Standard Konsole (Slim)-1

PlayStation®5 (Slim)

Weitere Händler

Online-Funktionen

Wer mit seiner Playstation im Internet spielen will, muss zusätzlich ein Abonnement bei Sonys Online-Service Playstation Plus abschließen. Hier gibt es drei verschiedene Varianten: Essential, Extra und Premium.

Sony

Im Essential Paket ist die Möglichkeit zum Online-Multiplayer enthalten sowie monatliche Spielegeschenke, die man sich kostenlos auf die Festplatte herunterladen kann. Außerdem können Spieldaten in den Cloud-Speicher geladen werden. Das Basispaket kostet 8,99 € pro Monat, 24,99 für drei Monate oder 71,99 € im Jahr.

Die Extra-Stufe bietet zusätzlich Zugriff auf einen prall gefüllten Spielekatalog mit zahlreichen hochwertigen Spielen. Darunter zum Beispiel Ghost of Tsushima, GTA 5, Marvel‘s Midnight Suns und Spielereihen von Ubisoft wie Far Cry und Assassin‘s Creed. Hier müsst ihr 13,99 € pro Monat, 39,99 € für drei Monate oder 125,99 € für ein Jahr berappen.

Das Premium-Paket umfasst dann obendrauf den Klassiker-Katalog von Sony, also Playstation-Spiele, die ursprünglich für die Playstations 1-3 oder für PSP erschienen sind. Außerdem können auch Spiele, die ihr nicht besitzt, angespielt werden, um eine informierte Kaufentscheidung zu treffen. Ein Monat Premium kostet 16,99 €, drei Monate 49,99 € und ein Jahr 151,99 €.

Controller

PC Games

Ein wichtiger Unterschied zwischen den Konsolen ist auch das Gamepad bzw. der Controller, landläufig auch Drücker genannt. Welches Eingabegerät ihr bevorzugt, hängt stark vom persönlichen Geschmack ab, es gibt jedoch auch ein paar nachweisliche Unterschiede. Sonys DualSense-Controller hat in der Mitte ein Touchpad angebracht, das in Spielen des Herstellers manchmal mit speziellen Funktionen belegt ist.

Es verfügt zudem über präzises haptisches Feedback. Das integrierte Mikrofon kann für Online-Chatfunktionen genutzt werden. Ein Original-Controller kostet rund 70 Euro, beim Kauf einer PS5 wird ein Gerät mitgeliefert. Der PS5-Controller kann auch als Gamepad für den PC verwendet werden. Ebenso lassen sich Controller mancher Drittanbieter für die PS5 nutzen. Zum Beispiel der eigens für die Konsole konzipierte Razer Wolverine V2 Pro.

DualSense Wireless-Controller [PlayStation 5 ]-1

DualSense Wireless-Controller [PlayStation 5 ]

Weitere Händler

Daten

  • Prozessor: AMD Zen 2 (8 Kerne, 3,5 GHz variabel)
  • GPU: AMD RDNA 2, 10,28 Teraflops
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Interner Speicher: 1 TB SSD
  • Erweiterbarer Speicher: NVMe SSD Slot
  • Laufwerk: 4K UHD Blu-ray

Xbox Series X|S

Microsoft

Spielebibliothek

Microsofts Konkurrenzprodukt Xbox Series X|S verfügt ebenfalls über exklusive Spiele. Diese erscheinen noch häufiger als Sonys auch für den PC, nicht aber für die Playstation 5. Das soll aber nicht immer so bleiben. In Zukunft sollen nämlich einige dieser Eigenmarken auch ihren Weg auf die PS5 finden. Darunter gefeierte Spiele-Kracher wie Hi-Fi-Rush, Pentiment und  Sea of Thieves. Das ist zwar gut für die Marke Xbox und für die Gaming-Community allgemein, macht die eigene Konsole aber im Vergleich etwas weniger attraktiv.

Überblick & Varianten

Die Xbox Series ist in den Versionen X und S verfügbar. Ähnlich wie bei Playstation hat nur die größere X-Variante ein 4K-Laufwerk. Aber auch die Leistung der Series X ist höher als bei der Series S.  So verfügt die X über mehr Prozessorleistung, Grafikpower und Arbeitsspeicher. Außerdem kann sie eine 4K-Auflösung darstellen, die Series S nur 1440p. Auch der Festplattenspeicher ist bei der Series X standardmäßig höher. Hier hat man 1 TB (~800 GB nutzbar) zur Verfügung. Bei der Series S nur 512 GB (364 GB nutzbar).

Xbox Series X - 1 TB-1

Xbox Series X – 1 TB

Dafür ist es bei der Xbox leichter, internen Speicherplatz hinzuzufügen. So können Erweiterungskarten gekauft und einfach an das System angeschlossen werden. Die einzelnen Module kommen in Größen von 512GB, 1TB und 2TB daher. Externer Speicher kann ebenfalls angeschlossen werden, Spiele lassen sich davon aber ebenfalls nicht starten, sondern nur speichern.

Die Ladezeiten der verbauten SSD sind marginal länger als bei der Playstation 5, dafür verfügt die Xbox aber über ein komfortables Quick Resume Feature. Wer will, kann vom aktuellen Spiel in ein neues wechseln, Zeit dort verbringen und anschließend zum ursprünglichen Titel zurückkehren, ohne dass dieser neu geladen werden muss. Der Spielstand wird unmittelbar an der Stelle fortgesetzt, an der er zurückgelassen wurde. So kann praktisch fließend zwischen bis zu drei Games hin und her gewechselt werden.

Xbox Series S-1

Xbox Series S

Online-Funktionen

Auch bei der Xbox Series X|S ist ein kostenpflichtiges Abonnement Voraussetzung zum Spielen von Online-Spielen. Früher hieß das Angebot Xbox Live, heute läuft es unter dem Namen Xbox Game Pass. Diesen gibt es in der Core- und Ultimate-Variante. Die Core-Variante schaltet den Online-Multiplayer auf der Konsole frei und gewährt Zugriff auf einen kleinen Katalog an Spielen. Darunter durchaus prestigeträchtige Titel wie Hellblade, Fallout 4, Grounded, DOOM Eternal und Celeste. Deutlich größer ist die Auswahl hingegen im Game Pass Ultimate.

Microsoft

Das Geschäftsmodell ist am ehesten zu vergleichen mit einem Netflix für Games. Im Abonnement sind zahlreiche Vollversionen verschiedener Hersteller enthalten, darunter Spiele wie Forza Horizon 5, Diablo IV und Pentiment. Außerdem sind alle Spiele von Microsoft und ihren Marken bereits am Releasetag dort ohne zusätzliche Kosten spielbar. Im Angebot ist zudem eine EA-Play-Mitgliedschaft enthalten. Der Gamepass ist für Konsoleros wahrscheinlich das stärkste Argument, sich eine Xbox zu holen. Es ist nicht absehbar, ob oder wann Microsoft das Angebot auch auf die Playstation bringen will.

Controller

Microsofts Controller haben sich im Gegensatz zu denen von Nintendo und Sony über die Jahre deutlich weniger in ihrer Form verändert. Vielmehr wurden zahlreiche Detailverbesserungen hinsichtlich Gewicht, Ergonomie, Sensibilität, Grip und Funktionen vorgenommen. Das Ergebnis dieses mittlerweile 20 Jahre umfassenden Prozesses ist ein simpler, nahezu perfekter Controller, an den die beiden anderen Konsolenhersteller bisher nicht heranreichen konnten. Das Xbox Gamepad erfreut sich auch bei PC-Gamern größter Beliebtheit und wir eigentlich universal anerkannt als das beste First-Party-Eingabegerät. Selbstverständlich gibt es auch Geräte von Drittanbietern, die sich für euch noch einen Tick besser anfühlen oder ein ansprechenderes Design haben. Mit dem Standard-Series-X-Controller hat man aber definitiv schon ein anständiges Produkt in den Händen.

Microsoft
Xbox Wireless Controller Carbon Black-1

Xbox Wireless Controller

Daten

Series X

  • Prozessor: AMD Zen 2 (8 Kerne, 3,8 GHz)
  • GPU: AMD RDNA 2, 12,15 Teraflops
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Interner Speicher: 1 TB SSD
  • Erweiterbarer Speicher: Erweiterungskarten à 512 GB, 1TB, 2TB
  • Laufwerk: 4K UHD Blu-ray

Series S

  • Prozessor: AMD Zen 2 (8 Kerne, 3,6 GHz)
  • GPU: AMD RDNA 2, 4 Teraflops
  • Arbeitsspeicher: 10 GB
  • Interner Speicher: 512 GB SSD
  • Erweiterbarer Speicher: Erweiterungskarten à 512 GB, 1TB, 2TB
  • Laufwerk: keines

Nintendo Switch

Nintendo

Spielebibliothek

Die Switch ist die einzige aktuelle Konsole, die noch aus der letzten Generation stammt. Dementsprechend verfügt das Gerät über eine deutlich schwächere Leistung als PS5 und Xbox Series. Von Bildern in 4K können Switch-Besitzer nur träumen. Moderne Spiele wie Baldurs Gate 3, Cyberpunk 2077 oder Alan Wake 2 gibt es auf der Konsole nicht und sie würden dort auch niemals laufen. Zwar werden hin und wieder schon auch Multiplattformtitel für die Switch umgesetzt, so gibt es z.B. das Remake von Tony Hawk Pro Skater 1+2, The Witcher 3 oder Hogwarts Legacy für die Nintendo-Konsole. Diese sehen dort aber deutlich schlechter aus und laufen weniger flüssig im Vergleich zu anderen Versionen.

Wer Wert darauf legt, die neuesten und grafikprächtigsten Spiele in bester Auflösung spielen zu können, sollte einen weiten Bogen um die Switch machen. Gerade für ein jüngeres oder nostalgisches Publikum hat das Teil aber durchaus seine Vorteile.

Das Ass im Ärmel von Nintendo sind und bleiben ihre Eigenproduktionen. Spiele von Nintendo lassen sich ausschließlich auf der hauseigenen Konsole des Unternehmens spielen. Nicht auf dem PC und legal auch nicht auf irgendwelchen anderen Geräten. Nintendo-Spiele gibt es traditionell nur auf dem Nintendo. Und die Qualität der Spiele ist meist exzellent.

Super Mario ist kein weltweit sofort erkennbares Maskottchen geworden, weil er in mittelmäßigen Spielen vorkommt. Die Reihe gehört zum Besten, was Videospiele zu bieten haben. Und auch die Switch-Ableger sind da keine Ausnahme. Sowohl das 2D-Jump-and-Run Super Mario Wonder als auch das etwas ältere 3D-Abenteuer Mario Odyssey sind wunderbare, auf Hochglanz polierte Spiele für Jung und Alt. Andere große Nintendo-Reihen sind die Zelda-Reihe, die auf der Switch mit Breath of the Wild und Tears of the Kingdom zweimal vertreten ist, Kirby, Super Metroid, Smash Bros, Fire Emblem und Mario Kart. Zwar gibt es auch auf der Switch den ein oder anderen ab-18-Titel, die Konsole richtet sich aber ganz speziell auch an Familien.

Überblick & Varianten

Das herausragende Merkmal der Nintendo Switch ist wenig überraschend der Handheld-Modus. Die Switch lässt sich nicht nur an die Glotze anschließen und als Heimkonsole verwenden. Ihr könnt sie auch einfach in die Tasche stecken und unterwegs zocken. Als Multimedia-Gerät ist die Switch hingegen nicht geeignet. Streaming-Dienste wie Netflix oder Ähnliches lassen sich mit der Konsole nicht ansteuern. Die Auflösung ist im Handheld-Modus zudem auf 720p und im TV-Modus auf 1080p begrenzt. Ein Laufwerk hat die Nintendo Switch oder ihre Dockingstation keines; physische Spiele werden nicht auf Discs, sondern auf SD-Karten verkauft und direkt oben in das Gerät gesteckt.

Mobiles Gaming ist mit allen Varianten der Switch möglich, es gibt aber zwischen den Versionen schon entscheidende Unterschiede.

Nintendo Switch-Konsole Neon-Rot/Neon-Blau-1

Nintendo Switch

Weitere Händler

So existiert die Switch in drei verschiedenen Varianten, Standard, OLED und Lite. Die Standard-Version ist die älteste, klassische Variante. Die Nintendo Switch OLED hat hingegen ein paar kleine Verbesserungen an Bord. Darunter zuallererst den namensgebenden OLED-Bildschirm, der im Handheld-Modus für kontrastreichere, farbintensive Bilder sorgt. Der Bildschirm ist außerdem etwas größer als beim Standard-Modell.

PC Games

Andere Unterschiede sind ein breiterer Standfuß der Docking-Station und ein doppelt so großer interner Speicher. Die Standard-Switch verfügt lediglich über einen Speicherplatz von 32 GB, die OLED dementsprechend 64 GB. Die Datenmengen sind auf der Switch zwar kleiner als auf den anderen Konsolen, trotzdem ist der Speicherplatz stark begrenzt. Wer mehr Platz braucht, kann eine microSD-Karte einlegen und dort Spiele installieren. Oder ihr kauft euch die Spiele im Laden bereits auf microSD-Karten und spielt sie von diesen ab.

Nintendo Switch-Konsole (OLED-Modell) Neon-Rot/Neon-Blau-1

Nintendo Switch (OLED)

Weitere Händler

Die Switch Lite ist dann eine funktional auf den Handheld-Modus reduzierte Version der Switch. Sie kann nicht an den TV angeschlossen werden, hat einen kleineren Bildschirm als Standard- und OLED-Variante und eine etwas geringere Akkulaufzeit. Dafür ist sie leichter und dennoch robuster, was für mobiles Gaming von Vorteil ist. Außerdem sind die Joycons, also die Eingabebuttons und das Steuerkreuz fest am Korpus des Gerätes befestigt. Bei den anderen Varianten lassen sich diese abnehmen und im TV-Modus als Controller verwenden. Auch hier kommt die Geschlossenheit dem Spielkomfort zugute, dafür ist das Gerät so gut wie gar nicht für lokale Mehrspielerpartien geeignet. Zwar lassen sich weitere Joycons via Bluetooth auch mit der Switch Lite verbinden, kommunales Zocken funktioniert vor dem Fernseher aber deutlich angenehmer als vor einem 5,5 Zoll-Mini-Monitor.

Nintendo Switch Lite - Koralle-1

Nintendo Switch Lite

Weitere Händler

Online-Funktionen

Der Online-Mehrspielermodus der Nintendo Switch muss durch ein Abonnement von Nintendo Switch Online freigeschaltet werden. Der Preis für eine Einzelmitgliedschaft beläuft sich auf 19,99 € im Jahr, falls ihr direkt für 365 Tage bucht. Ansonsten zahlt ihr für einen Monat 3,99 € und für drei aufeinanderfolgende Monate 7,99 €. In der Mitgliedschaft sind neben der Online-Funktionalität noch einige Kleinigkeiten enthalten wie z.B. eine Spielesammlung von alten NES- und SNES-Titeln aus den 80er und 90er-Jahren sowie die beliebte moderne Tetris-Variante Tetris 99 und F-Zero 99. 

Nintendo

Zusätzlich könnt ihr im Shop ein Erweiterungspaket dazukaufen, dass eure Mitgliedschaft hochstuft und weitere Boni enthält. Darunter der Streckenpass mit zusätzlichen Kursen für Mario Kart 8 und Boni für Animal Crossing und Splatoon 2. Das Arsenal an Retro-Spielen erweitert sich außerdem um Titel, die ursprünglich für den N64, Game Boy Advance oder Sega Mega Drive erschienen sind. Nintendo Switch Online mitsamt Erweiterungspaket kann für ein Jahr für 39,99 Euro gebucht werden.

Controller

Die im Lieferumfang enthaltenen Controller der Nintendo-Switch sind abnehmbare Seitenteile des Handhelds und dementsprechend klein. Im Handheld-Modus lässt sich die Switch noch einigermaßen bequem bedienen, im TV-Modus nerven die kleinen Drücker aber gewaltig. Zwar wird von Nintendo eine Halterung für die Joycons mitgeliefert, mit dem man beide Plastikteile zu einem großen Controller zusammenstecken kann, auf Dauer empfehlen wir euch aber wärmstens die Anschaffung eines Switch-Pro-Controllers.

Nintendo

Egal, ob von Nintendo selbst oder einem Drittanbieter: ein richtiges Gamepad liegt hundertmal besser in der Hand als die Joycons, egal, wie ihr sie greift oder zusammensteckt. Zumal die Joycons bei längerer Benutzung gerne Fehlfunktionen wie einen Analog-Stick-Drift entwickeln. Die Dinger sind im Vergleich zu den hochwertigen Geräten auf dem Markt einfach Krempel. Also legt euch neben der Konsole am besten noch einen ordentlichen Switch-Controller in den Warenkorb und spart euch den Frust.

Nintendo Switch Pro Controller-1

Nintendo Switch Pro Controller

Weitere Händler

Daten

  • Prozessor: Nvidia Tegra-X1 (4 Kerne, 1.02 GHz)
  • GPU: Nvidia Maxwell-Architektur, 0,4 Teraflops
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Interner Speicher: 32 GB, 64 GB (OLED)
  • Erweiterbarer Speicher: microSD-Karten bis zu 2 TB
  • Laufwerk: keines

Steam Deck

Valve

Spielebibliothek

Das Steam Deck ist eine Konsole für diejenigen, die gerne die Auswahl eines Gaming-PCs hätten, aber auch den Komfort einer Konsole. Die namensgebende Plattform Steam bietet, mit nur ganz wenigen Ausnahmen, eigentlich jedes große Spiel an, das neu für den PC erscheint. Zusätzlich gibt es dort auch etliche ältere Titel zu kaufen sowie Indies, von den Megahits bis hin zu obskuren Liebhaberstücken. Die Zahl der Spiele auf Steam ist fast schon zu groß und täglich kommen neue Spiele dazu. Die Langlebigkeit der Plattform, der konstante Zuwachs und regelmäßige Preissenkungen sorgen beim PC-Publikum für prall gefüllte Bibliotheken.

Valve

Zwar sind nicht alle Spiele auch für das Steam Deck optimiert, es werden aber stetig mehr. Auch wenn es sich bei dem Gerät nicht um einen PC handelt, solltet ihr zumindest ein rudimentäres Verständnis von Hardwareanforderungen, Gaming-Klienten und manuellen Systemeinstellungen besitzen.

Das Steam Deck ist also eher ein Produkt für erfahrenere Zocker und PC-Spieler, die ihre Steam-Spielebibliothek auch unterwegs dabeihaben wollen. Für diese bietet die Konsole aber immense Freiheit und Zugriff auf eine wahrhaft große Auswahl verschiedenster, hochwertiger Spiele.

Überblick & Varianten

Das Steam Deck kommt aktuell in drei verschiedenen Varianten daher, die sich hinsichtlich der Videoqualität unterscheiden. Die günstigste verfügt über einen LCD-Bildschirm und ist bei der Bildrate auf 60 Frames pro Sekunde begrenzt. Die Festplatte umfasst 256 GB. Die anderen beiden sind OLED-Modelle, eine mit 512 GB an integriertem Speicher, die andere mit 1 TB. Der Speicher kann auf Wunsch mit microSD-Karten erweitert werden. Da die Datenmengen bei PC-Spielen sehr unterschiedlich ausfallen können, kann es sein, dass ihr mit der Standardgröße bereits locker auskommt. Spielt ihr viele Blockbuster-Games gleichzeitig, kann sich eine Speicherkarte aber durchaus lohnen.

VALVE Steam Deck - 512gb Console - OLED (PC)-1

VALVE Steam Deck 512GB

Hinsichtlich der Performance sind in allen Decks die gleichen Teile verbaut. Die OLED-Versionen haben aber eine etwas längere Akkulaufzeit und einen minimal größeren Bildschirm. Alle Varianten können mit einer separat erhältlichen Docking-Station an den Fernseher angeschlossen werden. Dort könnt ihr das Gerät benutzen wie eine Heimkonsole oder einen PC und auch Drittanbieter-Apps und Software darauf installieren. Am TV ist eine Ausgabe in nativem 4K möglich, wenn auch auf Kosten der Performance. Im Handheld-Modus sind es 1280×800 Pixel bzw. 800p.

VALVE Steam Deck - 1tb Console - OLED (PC)-1

VALVE Steam Deck 1TB

Online-Funktionen

Online spielen könnt ihr mit dem Steam Deck wie auch am PC über Steam. Dabei fallen keine zusätzlichen Kosten an. Online-Multiplayerspiele benötigen logischerweise eine konstante Internetverbindung, nach dem Download können aber die meisten Spiele komplett offline gespielt werden. Zockt ihr primär kompetitive Online-Shooter, solltet ihr aber in jedem Fall vorher checken, ob Steam eure Lieblingsspiele unterstützt. Das System basiert auf Linux und hat Probleme mit diversen Anti-Cheat-Mechanismen.

Valve

Controller

Das Steam Deck verfügt zusätzlich zu den gängigen Standardknöpfen über zwei Trackpads unter den Analogsticks. Diese sowie das restliche Layout können nach Belieben konfiguriert und auf eure Bedürfnisse angepasst werden. Das Steam-Deck kann wahlweise als Contoller für den PC benutzt werden. Ist das Gerät allerdings selbst im Dock, benötigt ihr zum Spielen einen Extra-Controller. Hier könnt ihr so ziemlich jedes Gamepad verwenden, das ihr auch an einem Desktop-PC verwenden würdet. Offiziell unterstützt werden Sonys PS4- und PS5-Controller, Microsofts Xbox-One- und Xbox-Series-Controller sowie der Nintendo-Switch-Pro-Controller.

Valve

Daten

  • Prozessor: AMD Zen 2 (4 Kerne, 3,5 GHz)
  • GPU: AMD RDNA 2, 1,6 Teraflops
  • Arbeitsspeicher: 16 GB
  • Interner Speicher: 256 GB, 512 GB, 1 TB
  • Erweiterbarer Speicher: microSD-Karten bis zu 2 TB
  • Laufwerk: keines

Verschiedene Konsolen für verschiedene Leute

Welche Konsole die richtige für euch ist, hängt davon ab, welcher Spielertyp ihr seid. Die Nintendo Switch funktioniert wunderbar als Familienkonsole und bietet mit Super Mario, Zelda und Co. zahlreiche Top-Spiele, die es auch nur bei Nintendo gibt. Darunter einige wirklich solide Portierungen älterer Klassiker und natürlich Dauerbrenner wie Mario Kart und Smash Bros.

Egal, ob ihr viel mit Bahn oder Flugzeug unterwegs seid oder eure Kinder bei einer längeren Autofahrt beschäftigen wollt: Das Handheld-Feature ist ebenfalls ein riesiges Plus.   

Nintendo

Technisch hängt das Gerät allerdings meilenweit der Konkurrenz hinterher. Was auch daran liegt, dass die Konsole am Ende ihrer Lebenszeit und ein Nachfolger in den Startlöchern steht. Wollt ihr aktuelle Spiele in hochauflösender Grafik genießen und ein gutes Gesamtpaket für euer Wohnzimmer, seid ihr am besten mit einer PS5 oder Xbox Series beraten. Zwischen den beiden „Großen“ ist die PS5 das beliebtere Modell, obwohl die Xbox Series X ein klein wenig mehr Power unter der Haube hat. Hinsichtlich Qualität geben sich die beiden Geräte aber nicht viel. Die Popularität der PS5 rührt von den ausgezeichneten Exklusivtiteln her, bei denen Microsoft nur bedingt mithalten kann. Hier ist durch den Game Pass zwar Abwechslung geboten, Qualitätsspiele wie Uncharted, God of War und Ghost of Tsushima findet man aber nur auf der Sony-Konsole.

PC Games

Wer eine Spielkonsole als Geschenk kaufen will und keine Ahnung hat, welche Präferenz die beschenkte Person hat, sollte sich am besten vorher erkundigen. Als Überraschung kann man mit einer PS5 aber eigentlich nicht viel falsch machen. Zumal, wie bereits erwähnt, auch Microsoft plant, einige Spiele aus dem eigenen Portfolio auch für Sonys Steckenpferd zu veröffentlichen.

Ob sich das Steam Deck lohnt, ist hingegen sehr stark von der einzelnen Person abhängig. Wer bereits einen Gaming-PC hat und Spiele am liebsten auch dort zockt, hat vielleicht gar nicht so viel Verwendung für das Gerät. An die Leistung der großen Konsolen oder gar eines High-End-Computers kommt Valves Handheld-Hybrid nämlich lange nicht ran. Klar ist es super, PC-Spiele einfach unterwegs spielen zu können, für den Preis des Steam Decks sollte man das Feature aber auch ausnutzen wollen.

Valve

Wer keinen, oder zumindest keinen leistungsstarken, Gaming-PC hat, sich aber durchaus für PC-Gaming interessiert, bekommt mit dem Steam Deck hingegen ein anständiges Paket geboten. Zumindest hinsichtlich der Auswahl kann kein anderer Hersteller mit der Bibliothek von Steam konkurrieren. Und im Vergleich zur Switch erreicht das Deck auch deutlich höhere Auflösungen und eine allgemein bessere Bildqualität.

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