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Wir haben die Nerf Guns der neuen N Series ausprobiert – Test

Wir haben die neue Nerf N Series (Erscheinungsdatum: August 2024) im Büro getestet und liefern euch alle Infos zu den neuen Produkten.

Junger Mann beim Schießen einer Nerf Gun. Quelle: Hasbro

Den Markennamen Nerf verbindet man heute eigentlich nur noch mit dem bekanntesten Produkt des Unternehmens, den Nerf Guns. Die Plastikpistolen und -gewehre aus dem Hause Hasbro sind ein internationaler Verkaufsschlager und bereichern für viele Spielfreudige den Büroalltag. Ursprünglich steht der Name aber für Non-Expanding Recreational Foam, eine besondere Art von Schaumstoff. Der wurde vor allem für die Produktion von Indoor- und Sportbällen eingesetzt. Erst mit dem Dartblaster, so der offizielle Name der Nerf Gun, fand das Material auch einen anderen Einsatzzweck: als Munition für Spielzeugpistolen.

Hasbro

Auch heute noch bestehen die Darts aus dem festen, aber weichen Schaumstoff. Demnächst kommen diese aber in einer leicht veränderten Variante daher. Die neuen N1 Darts haben noch bessere aerodynamische Eigenschaften und sollen hinsichtlich Genauigkeit, Geschwindigkeit und Reichweite noch besser sein als der bisherige Standard.

Mit der neuen Munition bringt Hasbro auch direkt eine neue Produktlinie auf den Markt. Die N Series besteht aus vier verschiedenen Blaster-Modellen in unterschiedlichen Größen. Wir hatten die Plastikknarren bereits in der Hand und verraten euch unsere Eindrücke. Vorher aber eine kurze Einführung, was Nerf überhaupt ist, welche verschiedenen Formen es gibt und für wen das Spielzeug geeignet ist.

Was ist Nerf?

Die Dartblaster von Nerf sind Spielzeugwaffen, die mit Schaumstoffmunition gefüllt werden. Traditionell sind diese in Form von Pistolen, Revolvern und Gewehren gehalten, es gibt aber auch außergewöhnliche Modelle wie z.B. einen Bogen. Alle Geräte funktionieren grundsätzlich mit einer Federspannung. Unterschiede gibt es bei Reichweite und Geschwindigkeit und ganz besonders bei der Magazinkapazität. Kleinere Dartblaster müssen nach nur wenigen Schüssen erneut mit Darts bestückt werden, größere Geräte fassen meist deutlich mehr Pfeile und/oder verfügen über die Möglichkeit zu einem schnellen Magazinwechsel.

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Auch preislich liegen zwischen den verschiedenen Blasterformen Welten. Wo ein regulärer Nerf-Revolver schon für 10-20 Euro zu haben ist, gibt es im Handel auch Knarren für 40 oder 50 Euro. Einige besonders ausgefallene Sammlerstücke oder elektrische Nerf Guns kosten dann sogar meist über 100 Euro. Der Vorteil bei Letzteren ist das automatische Nachladen und Spannen der Feder. Sie sind aber eher rar. Die meisten Nerf Guns werden mechanisch von Hand beladen und gespannt.  

Hasbro

Sind Nerf Guns gefährlich?

Auch wenn bei Nerf Guns nur weiche Schaumstoffmunition zum Einsatz kommt, haben die Patronen einen ganz schönen Zug drauf. Gefährlich sind die Spielzeuge deswegen aber nicht. Aus nächster Nähe können die Geschosse bei einem Treffer durchaus ein wenig zwicken, vor wirklichen Schmerzen oder gar Verletzungen braucht ihr euch aber nicht zu fürchten. Ihr solltet nur dringend aufpassen, niemandem ins Gesicht zu schießen. Wie sämtliche andere Fremdkörper sind auch Schaumstoffdarts im Auge nicht empfehlenswert.

Ob Eltern ihren Kindern erlauben sollten, sich mit Schusswaffen-ähnlichen Spielsachen zu vergnügen, steht auf einem anderen Blatt und sollte jeder für sich selbst entscheiden. Die minimale Altersempfehlung der meisten Geräte liegt bei etwa acht Jahren. Ein negativer psychologischer Effekt bei Kindern konnte in Studien bisher ausgeschlossen werden, am Ende solltet ihr aber natürlich selbst die Einschätzung treffen, ob euer Spross eine Nerf Gun haben darf oder nicht.

N Series: Das sind die neuen Nerf Guns

Wir haben von Hasbro bereits drei der insgesamt vier Nerf Guns der N Series zugeschickt bekommen. Das Minimodell Ward stand uns nicht zur Verfügung. Im Folgenden möchten wir euch die Reihe kurz vorstellen und unsere Einschätzung geben, für wen sich die jeweiligen Modelle eignen.

N Series Agility

Den Anfang macht die N Series Agility. Es handelt sich dabei um einen Standard-Dartblaster in Pistolen- bzw. Revolveroptik. Farblich ist die gesamte Produktreihe in Orange, Blau und Weiß gehalten. Die Form erinnert wie für Nerf üblich eher an überdimensionierte Science-Fiction-Kanonen als an tatsächliche Schusswaffen.

Die Trommel, in der die Munitionsdarts eingeführt werden, befindet sich direkt vorne am Lauf. Sie umfasst maximal sechs Pfeile und dreht sich bei Betätigung des Abzugs automatisch. Zwischen den Schüssen müsst ihr an der Oberseite des Agility den Spannschlitten nach hinten ziehen, um den Blaster schussbereit zu machen.

Auf der Verpackung der gesamten Reihe wird mit besonders hoher Treffgenauigkeit, Geschwindigkeit und Reichweite geworben, woran auch die neue, verbesserte Form der Darts einen Anteil haben soll. Und tatsächlich fliegen die Geschosse weiter und mit etwas höherer Geschwindigkeit, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die Pistole hat ein angenehmes Gewicht und liegt gut in der Hand. Für rund 15 Euro Anschaffungskosten ist das Plastikspielzeug auch preislich in Ordnung. Im Lieferumfang sind 12 Darts enthalten.     

Um sich gelegentlich im Büro Respekt zu verschaffen, erfüllt das Agility-Modell seinen Zweck. Aufgrund der geringen Munitionskapazität und Feuerrate schlägt sie sich im Duell mit Nerf Guns aus den höheren Preissegmenten aber eher mäßig. Es handelt sich bei dem Modell um die solide Grundoption für diejenigen, die nicht gewillt sind, für ein wenig Blödelei tiefer in die Tasche zu greifen. Für Einsteiger, Impulskäufer, Gelegenheitsspieler und Kids, die einfach ein wenig im Garten spielen wollen, ist es aber vollkommen ausreichend. Bei Letzteren hat das kleine Trommelmagazin auch den Vorteil, dass ihr nach den Gefechten nicht dutzende Pfeile einsammeln müsst. 

N Series Infinite

Bei dem Infinite Dartblaster handelt es sich dann um die klassische Maschinengewehr-Variante mit großem Magazin. Wie der Name schon sagt, lässt sich damit eine schier endlose Reihe an Darts hintereinander verschießen, bevor die Munition aufgebraucht ist. Dauerfeuer wie bei einer elektronischen Nerfgun ist jedoch nicht möglich. Der Schleudermechanismus muss nach jedem Schuss per Hand neu gespannt werden.

Das funktioniert aber immerhin recht schnell und komfortabel, ohne dass ihr dafür umgreifen müsstet. Ihr zieht einfach mit eurer zweiten Hand den Schaft hin und her und ein neuer Dart rutscht in den Lauf. Das Magazin fasst laut Beschreibung 40 Darts, genau genommen sind es aber eigentlich „bloß“ 39, da die oberste Kerbe beim Einsetzen frei bleiben sollte. Vorn ist außerdem noch Stauraum für 16 weitere Ersatzdarts.

Für rund 50 Euro ist das Infinite-Nerf-Gewehr das Premium-Modell der neuen N Series. Das Nachladen per Vorderschaft funktioniert einwandfrei, die Verarbeitung ist wertig und die Schüsse haben einen ordentlichen Bums. Vor allem die hohe Feuerrate und Magazinkapazität machen es von den gezeigten Dartblastern definitiv zu unserem Favoriten. Das Gerät wird mit 80 Schaumstoffpfeilen geliefert.

N Series Pinpoint

Die letzte von uns getestete Nerfgun hört auf den Namen N Series Pinpoint. Diese ist einem Scharfschützengewehr nachempfunden und soll besonders präzise Schüsse ermöglichen. Auch dieses Modell verfügt über ein herausnehmbares Magazin. 10 Schuss können gleichzeitig in einen Clip eingesetzt werden. Dieser wird dann unten an den Dartblaster gesteckt. Nachgeladen wird mit einem Stift über dem Magazin, der nach hinten und vorne bewegt werden muss. Hier kam es im Test bei uns leider vermehrt zu ärgerlichen Ladehemmungen. Zwar gibt es im Lauf, wie übrigens auch beim Infinite-Modell, einen kleinen Schacht, in den man hineinfassen und das eingeklemmte Projektil entfernen kann, im Eifer des Gefechtes ist das aber natürlich ungünstig. 

Ein weiterer Kritikpunkt wäre dann das vergleichsweise kleine Magazin mit seinen lediglich zehn Schuss – das sind gerade einmal vier Pfeile mehr als bei der kleinen Agility. Dadurch, dass sich der Clip nicht wahnsinnig schnell neu beladen lässt, ist der einzige Vorteil des Magazins seine Kompaktheit, die theoretisch einen schnellen Magazinwechsel erlaubt. Hat man Clips zum Wechseln dabei, wären diese in Sekundenschnelle eingesetzt. Details zu separat erhältlichen Wechselmagazinen für die neuen Dartblaster sind uns bisher allerdings noch nicht bekannt. Es ist äußerst naheliegend, dass Hasbro so etwas auf kurz oder lang noch zum Verkauf anbieten wird. Das würde die Pinpoint in Gefechten deutlich konkurrenzfähiger machen.

Zielen lässt sich mit dem Gerät hingegen recht angenehm. Einen Stecknadelkopf treffen, wie es der Name suggeriert, gestaltet sich dennoch eher schwierig. Die Schaumstoffpfeile haben aufgrund des weichen Materials auf die Weite einfach keine einheitlichen Flugeigenschaften.

Häufig verwendete Pfeile haben oft schon Knautschspuren und Risse, die einen Schuss verziehen lassen. Für die Art von Spielzeug und ihren Zweck ist der Dartblaster aber dennoch halbwegs akkurat. Insgesamt ist das Pinpoint für knapp 30 Euro ein solides Gerät, das allerdings eher für Nerf-Fans geeignet ist als für Neulinge. Die etwas störrische Nachladefunktion könnte Kinder und schießwütige Gelegenheits-Rambos frustrieren.  

Die Nerf N Series und die neuen N1 Darts sollen noch diesen Sommer, im August 2024, erscheinen. Neben den erwähnten Modellen wird es auch noch weitere Produkte in der Reihe geben. Sobald die Geräte verfügbar sind, findet ihr in diesem Artikel Affiliate-Links zu den jeweiligen Shopseiten.

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